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Golf-Mental-Training - Teil 1
Wir alle machen Mental-Training und zwar den ganzen Tag. Haben Sie das gewusst? Der Lehrsatz aller geistigen Fitness-Methoden lautet: alles ist Energie! Also auch und
vor allem unsere Gedanken, die inneren Bilder und die damit verknüpften Emotionen, ebenso wie unsere Glaubenssätze, die innere Einstellung samt unserer Erwartungen. Sind diese auf negative Resultate
gerichtet, so nennt man sie übrigens Befürchtungen.
Wenn alles Energie ist, dann brauchen wir - nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung - nur darauf zu achten, dass unser Fühlen, Denken und Handeln immer darauf ausgerichtet
ist, was wir erreichen wollen. Lassen wir aber diesen Energien freien Lauf, so werden wir mal dies und mal das erleben, mal gewinnen, mal verlieren, es geht munter rauf und runter im Leben und das
Ganze nennen wir dann unsere gelebte Realität. Genau das meinte ich mit meinem Eingangssatz: richtungsloses Mental-Training!
Achtung: wenn Sie mit zielgerichtetem Mental-Training arbeiten, dann können Sie damit nicht nur Ihr Golf-Spiel verbessern, sondern Sie führen insgesamt ein völlig anderes
Leben. Aber, bleiben wir beim Golf. Bevor Sie sich mit den interessanten Möglichkeiten des mentalen Trainings beschäftigen, sollten Sie darauf achten, dass zwei Voraussetzungen gegeben sind:
- am Anfang steht der Wusch zur Veränderung, der muss da sein, sonst bleibt
alles, wie es ist. Ob er aus reiner Freude am Spiel des Lebens, aus Neugier oder aus Leidensdruck entsteht, wichtig ist, dass er stark und nachhaltig ist!
- man muss glauben, dass man mit seinen geistigen Kräften Dinge verändern kann.
Das erleben wir zwar ständig, bemerken es aber dadurch meist gar nicht. Wem beim Glauben der Verstand im Weg ist, dem empfehle ich wissenschaftliche Literatur
z.B. von Rupert Sheldrake oder über das Internet, z.B. hier: http://www.mtec-ag.de/dasneueste.asp?lang=de oder hier: http://www.iap.unibonn.de/P2K/schroedinger/index.html.
Wie heißt es so schön? „Glaube an Grenzen und sie gehören Dir“. Über die bekannteste Form des Mental
-Trainings, die Visualisierung habe ich in der letzten Ausgabe ausführlich berichtet. Im Golfsport wirkt sie
besonders effektiv. Man kann in der Imagination ein ganzes Turnier auf diese Weise vorab erleben oder aber
jeden einzelnen Abschlag. Wichtig ist, dass man die Situation so sieht, wie sie idealer Weise ablaufen soll und diesen inneren Film mehrfach wiederholt.
Eine andere Technik ist die Fehler-Umkehr-Methode. Lehrsatz dazu: das Unterbewusstsein kann nicht
unterscheiden zwischen einem inneren Bild, also einer intensiven Vorstellung und der Realität. Einen
verkorksten Abschlag und vor allem die Tendenz, ihn an gleicher Stelle zu wiederholen, muss man also nur
mental umerleben, d.h. ihn mehrfach so intensiv wie möglich als kleinen Film in gewünschter Weise ablaufen
lassen. Erleben Sie dabei die gleichen positiven Gefühle, als würde es tatsächlich geschehen, dann heben Sie damit auch alle negativen Kodierungen auf.
Filmt man die einzelnen Golfspieler bei einem Turnier, so
entdeckt man fast immer eine Korrelation zwischen der Qualität des Spiels und der Körperhaltung. Das ist eigentlich auch klar, denn nach dem Lehrsatz: wie innen, so außen, muss sich ja die
mentale Verfassung durch die Körpersprache ausdrücken. Auf der energetischen Ebene nennt man das die jeweilige Ausstrahlung. Achtung: sie ändert sich manchmal auch während des Spiels schlagartig.
Untersucht man diesen Effekt, dann findet man immer einen konkreten Auslöser dafür, also eine negative Kodierung. Das spielt sich aber meist unbewusst ab. Mit der vorhin
beschriebenen Umkehrmethode lässt sie sich aber rasch aufheben. Das gleiche Prinzip lässt sich auch nutzen, in dem man den Körper bewusst in die Haltung bringt,
die mit Erfolg kodiert ist. Bei den meisten Spielern ist das eine spannungsvolle, aber offene und kraftvolle
Körperhaltung. Um negative Gefühle, die sich immer auch in der Muskel-Kontraktion zeigt aufzulösen, stellen
Sie sich mit leicht gegrätschten Beinen so hin, dass beide Füße mit gleicher Kraft den Boden berühren.
Kommen Sie einen Moment zu Ruhe. Schultern zurück nehmen, nicht hochziehen, Kopf gerade halten, beide
Arme anspannen, tief einatmen, den Atem einen Moment anhalten und beim anschließenden Ausatmen tiefe
Lebensfreude durch den ganzen Körper strömen lassen. Lassen Sie dabei alles los, was nicht zu dieser Lebensfreude gehört. Eine einfache, aber hoch effiziente Stimulations-Methode!
Beim Einzel-Coaching finden wir mit dem Spieler recht schnell heraus, welche der vielen Power- und Relax
-Methoden für ihn optimal ist. Das ist individuell nämlich sehr unterschiedlich! Und für den Selbstunterricht empfehle ich die progressive Muskelentspannung nach Jakobson.
Was jeder Sportler wissen sollte: die Energie-Bahnen im Körper -Meridiane genannt- drehen sich bei
schwächenden Erinnerungen, Gedanken und Gefühlen in die entgegen gesetzte Richtung. Wenn jemandem z
.B. etwas auf den Magen schlägt, dann hat sich der Hauptmeridian von seiner normalen Fließrichtung, nämlich von unten nach oben in die Entgegengesetzte gedreht.
Haben Sie also vor dem Abschlag oder bei welcher Gelegenheit auch immer ein flaues, ungutes Gefühl, dann
machen Sie rasch diese Übung: streichen Sie den Meridian mehrmals mit beiden Händen am Körper entlang nach oben. Beginnen Sie unterhalb des Bauchnabels und enden Sie am Kinn. Sie spüren dann sofort
Erleichterung und die gewohnte Kraft kehrt wieder zurück.
Albrecht Henze
(Weiter zu: Golf-Mentaltraining - Teil 2)
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